r/lehrerzimmer • u/faceless_lass • 6h ago
Bundesweit/Allgemein Hat jemand Erfahrungen mit gesetzlicher Krankenversicherung im Lehramt?
Hi, ich will im Sommer meinen Vorbereitungsdienst (als Beamte auf Widerruf) starten. Eigentlich möchte ich nicht in die PKV und wäre auch bereit mehr zu zahlen. Jetzt habe ich aber gelesen, dass GKV bedeutet, dass mein Arbeitgeber keine Zuzahlungen leistet und ich den gesamten Betrag übernehmen muss. Jetzt lese ich aber auch was von Beihilfen, die die GKV attraktiver machen sollen. Sicher gibts da auch mehr zu beachten. So ganz blicke ich da noch nicht durch.
Hat jemand Erfahrungen mit GKV im und nach dem Ref?
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u/Classic-Axolotl 5h ago
Ich war im Ref als Beamtin auf Probe freiwillig in der GKV, kann es nicht empfehlen, sau teuer und wenn du zwischendurch mal mehr verdienst wegen Vertretungen oder was weiß ich, läuft ja in jedem Bundesland anders, musst du das ständig melden und dann gibt's wieder eine Nachzahlung. Einfach furchtbar.
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u/Scorpy57 5h ago
Einige Bundesländer übernehmen inzwischen auch Zuschüsse zur GKV. Trotzdem würde ich mir den Einstieg in die PKV überlegen. Die GKVs haben soweit ich weiß keine beihilfefähigen Tarife, es liegt also nicht am Arbeitgeber.
Im Ruhestand übernimmt die Beihilfe statt 70 sogar 80 Prozent, sodass man dort wie in der GKV entsprechend den Einkünften auch etwas weniger Beitrag zahlt. Dass die Beiträge im Alter explodieren, würde ich nach fast 40 Jahren PKV nicht bestätigen, aber natürlich steigen die Beiträge wie in der GKV auch.
Außerdem kannst du in der PKV Zusatzversicherungen abschließen für das, was die Beihilfe nicht (voll) zahlt. Allerdings sind die PKVs zum Teil sehr unterschiedlich - möchte hier aber keine Werbung machen.
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u/fangtasia1985 5h ago
Ich war im Referendariat in der Gesetzlichen, damals ca 230€ im Monat aber jede Plusstunde muss man angeben und dann steigt der Beitrag. Als BaP bin ich dann ca 5 Monate noch in der Gesetzlichen gewesen und aus Gründen über die Öffnungsklausel in die PKV, denn die Kosten der Gesetzlichen waren immens. (Kein Arbeitgeberanteil!) Ich zahle trotz Öffnungsklausel und 30 Prozent Risikozuschlag jetzt knapp über die Hälfte von dem, was ich freiwillig gesetzlich bezahlt habe. Mein Bundesland bietet leider keine Pauschale Beihilfe an, sonst wäre ich tatsächlich in der gesetzlichen Versicherung geblieben.
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u/Conscious_Glove6032 Berufsschule 4h ago
Als Beamter bist du in der GKV als freiwilliges Mitglied versichert, wenn du keine PKV abschließen möchtest. Die freiwillige Versicherung in der GKV hat einige Nachteile. So gilt dein gesamtes Einkommen für die Bemessung deines Beitrags, nicht nur das Einkommen aus nicht-selbstständiger Beschäftigung. Außerdem musst du den gesamten Beitrag zahlen und nicht nur die Hälfte. Die GKV für Beamte ist immer ein immenses Minusgeschäft.
Ein paar Bundesländer kennen die pauschale Beihilfe. Die ähnelt dann der Pflicht-GKV, weil der Dienstherr sich am Beitrag beteiligt, allerdings ist das auch nicht die Hälfte und betrifft nicht die Pflegeversicherung.
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u/musschrott Gesamtschule 5h ago
Je nach Bundesland gibt es die sogenannte Pauschbeihilfe. Da wird der Arbeitgeberanteil steuerfrei zugezahlt.
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u/derdickeinderfuelle 6h ago
Hallo,
was ist denn grundsätzlich dein Motiv, in der gesetzlichen Krankenkasse zu bleiben? Hast du dich schon einmal intensiver mit den Themen gesetzliche Krankenversicherung, private Krankenversicherung und Beihilfe beschäftigt?
Aus welchem Bundesland kommst du? Je nach Bundesland gibt es teilweise Besonderheiten, die man bei der Entscheidung berücksichtigen sollte. Insgesamt spielen hier viele Faktoren eine Rolle, die man sich im Vorfeld anschauen sollte, bevor man sich für das eine oder andere System entscheidet.
Wichtig ist dabei auch, sich nicht ausschließlich auf allgemeine Aussagen zu verlassen. Dinge wie „Die private Krankenversicherung wird im Alter unbezahlbar“ oder „Jemand hat mir erzählt, dass die PKV keine gute Lösung ist“ greifen meistens zu kurz, weil dabei die individuelle Situation und viele relevante Faktoren gar nicht berücksichtigt werden.
Deshalb würde ich dir empfehlen, das Thema einmal gemeinsam mit einem spezialisierten Berater durchzugehen. So kannst du dir einen vollständigen Überblick verschaffen, die Vor- und Nachteile der jeweiligen Systeme verstehen und am Ende eine fundierte Entscheidung treffen.
Du schreibst selbst, dass dir aktuell noch der vollständige Überblick fehlt. Genau deshalb macht es Sinn, sich zunächst alle relevanten Informationen einzuholen und anschließend zu entscheiden, welcher Weg für deine persönliche Situation der passende ist.
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u/nudelkind93 4h ago
Danke ChatGPT
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u/ReneeT_ 2h ago
Bin beeindruckt Nudelkind: Woran konntest du "Kollege ChatGPT" erkennen? Frage aus Unwissenheit.
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u/cup1d_stunt 2h ago
Erfahrungen mit dem Ton. "Deshalb würde ich dir empfehlen, das Thema einmal gemeinsam mit einem spezialisierten Berater durchzugehen. So kannst du dir einen vollständigen Überblick verschaffen, die Vor- und Nachteile der jeweiligen Systeme verstehen und am Ende eine fundierte Entscheidung treffen." Das klingt unnatürlich für diesen Reddit-Kontext.
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u/calb3rto 2h ago
Fehlt eigentlich nur noch ein letzter Satz, in dem du einen vertrauensvollen Bekannten ins Spiel bringst, der zufällig sein Geld mit der Vermittlung von PKVs verdient…
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u/whitewingpilot 6h ago
Bei 2 Kindern zahlt die Beihilfe 70 % - die PKV nur die verbleibenden 30%. Die Kinder sind zu 80% über die Beihilfe abgedeckt und zu 20% über die PKV - Das macht die PKV für Beamte fast unverschämt günstig - gerade auch im Alter. Nachteil: Die Rechnungen werden tw. spürbar gekürzt und zahlen musst Du trotzdem. Insgesamt ist die Versorgung (freie Arztwahl) schon ziemlich geil.
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u/ilovemycatemmi 3h ago
Ich war in NRW ein paar Monate während des Refs gesetzlich versichert und habe 360 Euro anstatt 100 für die PKV bezahlt. Da muss man wirklich überlegen, ob es das einem bei dem geringen Gehalt wert ist..
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u/Background-House-357 Hamburg 3h ago
Bin auch verbeamtet und in der GKV. Manche BL zahlen Beihilfe. In HH sind es z.B. 50%. Mein Tipp, gucke welche BL die Beihilfe zahlen, sonst wirst du arm.
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u/ReneeT_ 2h ago
Es gab zwei Gründe, nach vielen Jahren in der PKV (nur die Kinder mitversichert) zur gesetzlichen Familienversicherung zu wechseln, einen profanen und einen offensichtlichen.
- Der profane Grund besteht darin, dass ich - zum Glück - an keinen ernsthaften Erkrankungen leide und der Arzttermin nur ansteht, wenn etwas Akutes dazwischen kommt. Der Unterschied ist der Zeitfaktor. Mit der GKV bekommst du eine Karte und die Pauschalbeihilfe (50% im Regelfall, z.B. Niedersachsen). Und dann musst du nie wieder Arztrechnungen neben deinen Klassenarbeiten stapeln und Beihilfeanträge ausfüllen... ehrlich, nie wieder.
Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie einfach das ist. Da verzichte ich doch gerne auf den Oberarzttermin.
- Noch gibt es die gesetzliche Familienversicherung, die PKV bietet m.E. das nicht. Alleine deswegen schon halte ich die Zwei-Klassen-Trennung gesetzlich-privat für asozial. Ich unterstütze daher gerne die GKV
Ich will nie wieder zurück zur Privaten. Mit bestem Gruß,
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u/sideaccount462515 5h ago
Hallo,
ich bin in der GKV im Ref geblieben. Es war auf jeden Fall teurer als die PKV aber in Niedersachsen (und anderswo vielleicht auch?) wird die GKV genau so durch Beihilfe unterstützt. Die Regelung ist relativ neu. Was genau war jetzt deine Frage?
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u/Legal-Swordfish8718 Niedersachsen 5h ago
Moin, Ich bin verbeamtet und gesetzlich versichert aus Gründen. Ja, du musst den ganzen Betrag selber zahlen, aber in manchen Bundesländern gibt es z.B. die Beihilfspauschale. Da verzichtest du auf dein Anrecht auf Beihilfe (lebenslang) und dafür übernimmt die Beihilfe Hälfte deiner Krankenversicherung (Achtung - nicht der Pflegeversicherung). Keine Ahnung ob jedes Bundesland das anbietet, meins tut es. Ich hatte mich lange mit dem Thema auseinandergesetzt um abzuwägen, was in meinem speziellen Fall am meisten Sinn macht, und empfehle dir auch, in Ruhe das Ganze zu entscheiden. :)