r/Soziales_Arbeit • u/3chord-mindset Arbeit, Recht & Soziales • 2d ago
Diskussion / Meinung Bürgergeld-Debatte: Warum die Statistik dem Mythos vom faulen Arbeitslosen widerspricht
https://www.deutschlandfunk.de/arbeitslos-buergergeld-sanktionen-grundsicherung-job-100.html(...)"Soziologen sehen einen Grund im menschlichen Bedürfnis nach Abgrenzung. Viele Menschen neigen dazu, sich selbst als „leistungsbereit“ einzuordnen und andere abwertend davon zu unterscheiden. Auch Arbeitssuchende untereinander tun das, nach dem Motto: „Ich selber bin ein guter Arbeitsloser, aber mein Nachbar, schauen Sie sich den mal an“, sagt Sozialforscher André Knabe. Menschen werten sich selbst auf, indem sie andere abwerten. So entstehen „gefühlte Wahrheiten“, die statistisch kaum haltbar sind – aber politisch wirksam. Hinzu kommen mediale Zuspitzungen und politische Interessen. Das Bild vom „faulen Arbeitslosen“ ist einfach zu vermitteln, emotional wirksam und politisch nutzbar.
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u/Ornery-Tea8420 2d ago
Es geht nicht um die Arbeitslosen.
Es geht um Spaltung und Schaffung eines Feindbildes.
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u/MoneyApprehensive366 2d ago
Wenn die Anzahl dieser Leute so gering ist, warum dann immer wieder dieser Bohei, wenn der Staat den paar Hanseln etwas stärker auf die Finger schaut? Wofür das ständige Gegacker wenn es doch so wenige sind?
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u/I_like_it_bright 2d ago
Alle Sozialschmarotzer sind schlecht. Die teuersten sitzen nur im Anzug ganz nah an der Politik.
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u/imadog666 1d ago
Das hab ich neulich im Radio gehört haha war im Stress aber ich erkenne es wieder
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u/angimazzanoi 13h ago
um "gefühlte Wahrheiten" aus dem Weg zu gehen, braucht man nur mit den Menschen in der Agenturen reden. Ein Bespiel für alle weil mehrfach überprüft aus dem Spiegel 2025-11: "Kleinhake betreut rund 250 Arbeitslose. Sie ließen sich in drei etwa gleich große Gruppen einteilen. Ein Drittel habe derart große Probleme, dass sie realistischerweise nie von eigener Erwerbsarbeit würden leben können. »Für die soll und muss unser Sozialstaat in jeder Hinsicht da sein.« Ein Drittel habe teils erhebliche Schwierigkeiten, aber das Poten zial und die Bereitschaft, sie zu überwinden. »Ein Drittel könnte meiner Einschätzung nach durchaus arbeiten, ist aber trotzdem bei uns.« ... »Ich habe aber einen Block von rund 20 Leuten, die ich nie zu Gesicht bekomme, die reagieren auf nichts, auch nicht auf Sanktionen. Die haben einmal im Jahr Kontakt mit den Kollegen aus der Leistungsabteilung, wenn sie ihren neuen Antrag stellen. Wir müssen dann die Wohnung zahlen und mindestens 70 Prozent vom Regelsatz.«".
20 von 250 sind 8%, welche zu "Mythos" erklärt werden. Super!
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u/Present_Football_742 2d ago
Bürgi Empfänger sind nicht faul,sie arbeiten halt schwarz/grau(Minijob offiziell-Rest auf die Hand)
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u/N0kiaoff 2d ago
Spar dir doch mal das pauschalisieren.
Ich bin jung erkrankt und in meinen 20igern damals im h4 gelandet.
Auf Diagnosen warten, Therapien versuchen und Belastbarkeit austesten hat 10 Jahre umfasst, bis Amt & Rentenkasse raus hatten, dass ich schlicht erwerbsunfähig bin.
Die Zeit hab ich mit WARTEN, Selbstvorwürfen & Verzweifeln verbracht.
Da ist für viele nix mit "arbeiten", denn auf Termine bei Fachärzten wie Psychotherapeuten oder stationäre Aufnahme wartet man leider schon mal 6-9 Monate oder mehr.
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u/Ielsoehasrearlyndd78 2d ago
Sinnlose Debatte weil es keine Debatte gibt die Intention ist klar. Nach unten treten. Klassenkrieg von oben hass und Hetze gegen arme und Minderheiten aus rechten und konservativen kreisen. Es gibt üverhaupt keine Arbeit für alle Arbeitslosen davon abgesehen sind viele auch krank , pflegen oder stocken auf.