r/Medizinstudium • u/Girl_From_The_Moon95 • 5d ago
Ab wann und womit lernt ihr für das M3?
Hallo liebe Leute,
ich wollte mal wissen, ab wann und womit ihr für das M3 gelernt habt?
Habe den Eindruck, dass es keinen einheitlichen Lernplan gibt wie für das Physikum oder das M2.
Habt ihr Erfahrungen mit dem kostenlosen Plan von Amboss? Ist der gut?
Oder gibt es doch Bücher, die ihr empfehlen würdet?
Welchen zeitlichen Horizont sollte man sich stecken?
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u/NoDescription9807 5d ago
Hatte aufgrund von arbeiten an feiertagen etc glaube am ende 30 tage frei genommen, hab entspannt bis die prüfer bekannt wurden innere/ chirurgie mit den Mex Karten gelernt, dann noch zusätzliches aus den altprotokollen ergänzt. Die anderen fächer stark abhängig was die prüfer fragen mit amboss / einfach internet. Hab dieses innere Mex Buch gemacht, fand ich irgendwie total unnötig. Aber stresst euch nicht die Prüfung ist wirklich super entspannt!!
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u/AdHorror8724 2d ago
Ab dem Zeitpunkt der Bekanntgabe des Termins und Prüfer erstmal Altprotokolle gesammelt und gesichtet. Schwerpunkte gesetzt. Im Innere Tertial schon mal entspannt die Elsevier-LernKarten durchgegangen. Die schaffen einen guten Überblick für Innere und Chirurgie. Dann 4 Wochen vor Prüfung angefangen (reicht dicke). Die Karten etwas erweitert, v.a. bezogen auf Prüfer Schwerpunkte. Ausgeklammert, was nicht relevant ist (Wenn Dich ein Kardiologe in Innere prüft und laut altprotokollen noch nie bis kaum Gastro oä gefragt hat - wieso dann dort in die Tiefe gehen). Und am Ende erfinden die das Rad auch nicht neu. Roter Faden sind die Altprotokolle, gepaart mit Grundwissen und Erfahrung aus dem PJ wird das ne runde Sache. Die Krankheiten, die du im PJ bzw. Klinik an der Tagesordnung, hast werden primär gefragt. Symptome, Diagnostik, DDs, Therapieoptionen. Die Prüfer möchten sehen, dass du in paar Wochen auf Station, ZNA zurecht kommst und leitliniengerecht agierst. Du musst nicht alles wissen, du bist kein FA. Und es kommt in der Pädi keiner um die Ecke und fragt 15min zum atypischen Kawasaki im M3.
Für mich waren die Karten wirklich ein gamechanger, weil sie mir Steuktur gegeben haben. Ganzer Freundeskreis hat damit gelernt. Wenn der Prüfer offene Fragen stellt kannst du ihm ganz entspannt erstmal die Basics vorbeten bevor er dann ggf. die Frage präzisiert und du mit Detailwissen kommst.
Das M3 ist kein sinnfreies Auswendiglernen von Drittlinientherapien und Exotenwissen. Es ist kein Lernmarathon, sondern eine Steukturierung seines Wissens vorm Berufseinstieg. Es ist die letzte Prüfung vorm Arztsein. Wenn man nicht 5 Jahre unter einem Stein gelebt hat, im PJ nicht nur mit Abwesenheit und Verstecken geglänzt hat und nicht aktiv redflags bei Fragen ignoriert oder patientenschädigende Aussagen trifft, hat man schon bestanden. Mit minimalem Aufwand gibts die 3. Zwischen 1 und 2 entscheidet oft der Subjektivitätsfaktor.
Klingt hier alles ganz toll - ich habe mündliche Prüfungen immer gehasst und mich vorm M3 trotzdem mehr eingenässt als vorm M2. Am Ende war es dann wie in jeder mündlichen - halb so wild, weil man sich vorbereitet hat. Und dann kräht da auch kein Hahn nach, wenn du durch die Tür gehst und endlich einen Haken an das Studium machen kannst.
Viel Erfolg!
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u/Girl_From_The_Moon95 1d ago
Danke für die ausführliche Antwort! Das macht echt Mut und nimmt die Angst🥰
Welches Produkt von Elsevier haben du und deine Freunde genutzt? Es gibt da ja mehrere. Magst du mir den Link schicken oder ISBN?
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u/AdHorror8724 1d ago
Die LernKarten zum mündlichen Stex (Innere und chirurgie) die aktuelle Auflage
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u/Joyciemon 5d ago
Hab im 3. Tertial langsam angefangen mir einen Überblick über Innere und Chirurgie zu verschaffen mit den Elsevier Karteikarten. Dann nachdem das PJ vorbei war die Fälle in den MEX Büchern durchgegangen. Als es dann Protokolle gab, eigentlich nur noch mit denen gelernt (Lieblingsthemen auf Amboss nachgeschlagen).