r/Hildesheim 12d ago

Suche denn Sänger dieses liedes

Ich habe beim aufräumen eine kassete mit diesem lied drauf gefunden und frage mich wer es mal gesungen hat denn ein lied über Hildesheim ist ja nicht so häufig.

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u/RemarkableAppleLab 12d ago

Ich habe über den Text zunächst diese Quelle gefunden: https://www.volksliederarchiv.de/vor-vielen-vielen-jahren-hildesheimer-rose/

Und hier ist noch ein Artikel der HiAZ über die Schallplattenaufnahme: https://www.hildesheimer-allgemeine.de/meldung/aufgetaucht-aus-dem-nichts-ein-fast-100-jahre-alter-schlager-ueber-hildesheim.html

Laut dem Artikel heißt der Sänger Harry Steier.

Edit: Falls jemand Zugang zu dem Volltext des Artikels hat, könnte er oder sie den vielleicht in einen Kommentar kopieren. Ich würde den Text gern lesen.

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u/Known-Programmer2300 10d ago

Zeitreise zum Anhören Aufgetaucht aus dem Nichts: Ein fast 100 Jahre alter Schlager über Hildesheim Hildesheim - Kennen Sie das Lied „Am Hildesheimer Dom blüht ein Rosenstrauch“? Vor fast 100 Jahren wurde es auf Schallplatte gepresst, irgendwann fast vergessen. Jetzt ist es hier wieder anzuhören. Und noch viel mehr über Hildesheim. (mit Lied)

Hildesheim - Manchmal tauchen Schätze aus der Vergangenheit auf, mit denen man gar nicht rechnet. Und dann ist sie plötzlich möglich, die Zeitreise – so wie im Fall zweier besonderer Tondokumente, die der Redaktion vorliegen: Da ist die überraschend aufgetauchte Schallplatte mit dem 95 Jahren alten Lied „Am Hildesheimer Dom blüht ein Rosenstrauch“ – getextet ausgerechnet vom großen Ernst Neubach, der auch den Evergreen „Ich hab’mein Herz in Heidelberg verloren“ ersann. Zurück in die 60-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts geht es hingegen mit einem akustischen Reiseführer – natürlich über Hildesheim.

Sie ist ein wahrer Schatz, diese stolze 95 Jahre alte Schellackplatte „Am Hildesheimer Dom blüht ein Rosenstrauch“. Heidrun Rischke aus der Hildesheimer Oststadt hat über ihre Freundin Almut Pfeifer den Kontakt zur Redaktion gesucht, um sich an ihrem Lebensabend noch einen Herzenswunsch zu erfüllen, nämlich Scheibe samt Musik der Nachwelt dauerhaft und vor allem aktiv zu erhalten. Die überraschende Neuentdeckung soll hier näher vorgestellt werden, ohne weiteren Forschungen vorzugreifen.

Auch Sänger Harry Steier war eine große Nummer Schon das Etikett des mittlerweile im Stadtarchiv verwahrten Fundstückes verrät so einiges, beispielsweise den Textdichter Ernst Neubach, den Komponisten Jaro Reitinger und den Sänger Harry Steier. Daneben sind aber auch die technischen Hinweise auf den Produzenten Beka resp. Lindström und den bekannten Händler „Meyer-Auswahl“ interessant, weitere Informationen sind dem Notenblatt zu entnehmen. Almut Pfeifer hat es von Hans-Joachim Tute, dem Initiator des zeitweiligen Rosenmuseums im Magdalenengarten, erhalten. Darauf das Jahr 1928 als Copyrightvermerk des österreichischen Verlages Edition Scala.

Das passt sehr gut zu den Erinnerungen von Heidrun Rischke, deren verstorbener Mann Harald immer gern von seinen Besuchen bei den Großeltern in der Steuerwalder Straße berichtet hat. Dort, bei dem bekannten Fleischerei-Geschäft, habe die Oma zum Abschied immer das Grammophon angeworfen und man hätte gemeinsam verträumt dem Gesang gelauscht: „Am Hildesheimer Dom blüht ein Rosenstrauch! Tausend Jahr, tausend Jahr, tausend Jahr! Und unterm Rosenstrauch blüht die Liebe auch! Tausend Jahr, tausend Jahr, tausend Jahr!“ Frau Rischke hat der Redaktion ein Digitalisat zukommen lassen, Rauschen und Kratzen inklusive, das den Hörer sofort gefangen nimmt. „Leuchte! Sonne, leuchte! Schwalbe flieg voraus!“ So geht es schon mal los. Der romantische Text („und der Duft der Rosen machte stumm uns zwei“) ist im langsamen Marschtempo gesetzt und hat dabei das Zeug zum Ohrwurm. Kein Wunder: Ernst Neubach war schließlich erfolgreicher Profi, auf sein Konto gehen geniale Würfe wie „Ein Lied geht um die Welt“, „Heut‘ ist der schönste Tag in meinem Leben“, „Ich hab‘ mein Herz in Heidelberg verloren“ oder „Du bist das süßeste Mädel der Welt“.

Die Hildesheimer Rose war damals schon ein Marketing-Mittel Warum oder in wessen Auftrag er die Bischofskirche im Lied verewigte, ist nicht bekannt. Allerdings standen die Marketingaktivitäten vor Ort schon vor dem Ersten Weltkrieg im Zeichen der Rose, fand lang vor zeitgenössischen Aktivitäten 1911 ein Rosenfest mit Umzug, eigens gedruckten Postkarten und einem Festlied statt, vielleicht nahm die Plattenproduktion hier ihren Anfang?

Mit dem Solisten Harry Steier stand jedenfalls ein Experte für deutsche Volkslieder parat, der bis zu seinem Tod 1936 beim Label Beka fast schon am Fließband produzierte. Sein Song „Adolf Hitlers Lieblingsblume ist das schlichte Edelweiß“ fiel allerdings durch, den hielten selbst die Nazis für Kitsch.

Stadtportrait zum Anhören: Eine Reise in die 60-er Jahre War die Beka seinerzeit vom Lindström-Konzern übernommen worden, ging dieser in der EMI auf, aus der schließlich die EMI Electrola GmbH werden sollte. Und die besorgte wiederum im Mai 1964 Aufnahme und Herstellung des zweiten regionalen Phonowerks besorgte, das ebenfalls kurz erwähnt werden soll, „Hildesheim – Portrait einer Stadt“.

Der Heimat- und Geschichtsverein hatte damals einen akustischen Reiseführer angeregt, der Verlag Gebrüder Gerstenberg die Idee aufgegriffen und Museumsdirektor Walter Konrad mit dem Schreiben des Plots beauftragt. In vier Kapiteln ließen sich Geschichte und Gegenwart am heimischen Schallplattenspieler erleben: 32 Minuten Spielzeit für 17 Mark, das perfekte Weihnachtsgeschenk.

Der vergessene Brauch mit dem Lied der Drei Weisen Die Aufnahmen bieten ein heute anrührendes Hörerlebnis, zumal einzelne Sequenzen wie das „Lied der Heiligen Drei Weisen“ selbst schon wieder dokumentarischen Wert haben, die Tradition ging um die Jahrtausendwende verloren. Es lohnt sich also, wieder einmal hineinzuhören! Und die „Tausend Jahr“ vielleicht auch selbst mitzusingen, im kommenden Mai bietet sich dazu die Gelegenheit, beim Sommerkonzert des Ö-Chors, in dem Almut Pfeifer mitsingt. Ihre Chorleiterin Bettina Gilbert war sofort begeistert davon, das Lied im Repertoire aufzunehmen. Wir werden weiter berichten.

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u/lpmitchips3 12d ago

Vielen dank für deinen beitrag ich habe mich nämlich auch gefragt woher die kassete stammt.Meine Oma war im DRK Aktiv und da bei uns im dorf im DRK quasi alle Spd miedglieder waren kann ich mir denken woher sie stammt .

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u/RemarkableAppleLab 10d ago

Oben hat jemand jetzt übrigens noch den Text zum Artikel gepostet.